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Ratgeber

Server und Komponenten richtig verpacken und versenden

Ein Verkauf ist erst abgeschlossen, wenn die Ware heil ankommt. Hier lesen Sie, wie Sie den passenden Versanddienstleister finden, Server und Komponenten sicher verpacken und mit Retouren umgehen.
Lucas Faust
Gründer und Geschäftsführer der rbit GmbH

Den passenden Versanddienstleister finden

Für den Paketversand in Deutschland kommen vor allem DHL, DPD, GLS und Hermes infrage. Express- und Kurierdienste lohnen sich für den laufenden Verkauf gebrauchter Hardware meist nicht.

Geschäftskundenvertrag statt Filiale

Pakete einzeln in der Filiale aufzugeben kostet Zeit und führt leichter zu Adressfehlern. Mit einem Geschäftskundenvertrag erstellen Sie Etiketten am Rechner und haben alle Sendungsnummern an einem Ort. Käufer erwarten eine Sendungsnummer.

Konditionen verhandeln

Für die Verhandlung brauchen Sie Ihr erwartetes Versandvolumen. Haben Sie noch keinen Anhaltspunkt, fragen Sie nach der kleinsten Rabattstufe. Nach unserer Erfahrung kommen die Versanddienstleister dabei oft entgegen.

Multi-Carrier-Dienste

Dienste wie Shipcloud bündeln die Verträge mehrerer Versanddienstleister. Trotz monatlicher Grundgebühr bekommen Sie so oft bessere Preise als mit kleinem Volumen allein und behalten alle ausgehenden Sendungen im Blick.

Schwere Geräte

Bei DHL, DPD und Hermes dürfen Pakete in der Regel höchstens 31,5 Kilogramm wiegen, bei GLS bis zu 40 Kilogramm. Große Server oder mehrere Geräte auf einmal schicken Sie besser per Spedition auf Palette.

Verpackungsmaterial vorrätig halten

Der Karton ist die beste Wahl: wiederverwendbar, gut recycelbar und in der Umweltbilanz vielen anderen Verpackungen voraus. Bevor der erste Verkauf startet, lohnt sich eine kurze Liste, was Sie wahrscheinlich brauchen.

Grundausstattung

Knüllpapier, Luftpolsterfolie, Antistatikbeutel, Klebeband, gepolsterte Versandtaschen für Kleinteile und Kartons in den Größen, die Sie am häufigsten brauchen. Viele Kartongrößen bedeuten weniger Luft im Paket, wenige Größen mehr Füllmaterial.

Meldebestand

Legen Sie für jede Kartongröße einen Mindestbestand fest. Wir halten von jedem Typ mindestens 40 Stück vorrätig und bestellen nach, sobald das vorletzte Bündel angebrochen ist. So geht Ihnen im Versand nichts aus.

Tauschpalette

Größere Mengen Verpackungsmaterial kommen meist auf Palette. Der Fahrer erwartet dann oft eine leere Tauschpalette. Haben Sie keine, wird die Palette in der Regel berechnet.

Server und Komponenten richtig verpacken

Bevor Sie Knüllpapier in den Karton stopfen, klären Sie zwei Fragen: Braucht der Artikel eine antistatische Verpackung? Und wie empfindlich ist er?

Antistatisch verpacken

Mainboards, Prozessoren und Arbeitsspeicher gehören in Antistatikbeutel. Teile in Originalverpackung, etwa ein unbenutzter Toner, sind dagegen meist schon gut geschützt.

Empfindliche Teile polstern

Auf einem Mainboard sitzen viele kleine Bauteile, die bei falscher Belastung abbrechen. Wickeln Sie es zusätzlich in Luftpolsterfolie. Legen Sie ein Bett aus Knüllpapier in den Karton, die Ware in die Mitte und polstern Sie rundherum aus. Knüllpapier wird erst durch Verdrehen richtig stabil.

Karton richtig verschließen

Nutzen Sie die T-Klebung: erst die lange Naht verkleben, dann zusätzlich Klebeband quer über die kurzen Seiten. Papierklebeband hält sehr gut, lässt sich aber nur ab etwa 18 °C verarbeiten. Lagern Sie es in kühlen Räumen an einem wärmeren Ort.

Ganze Server

Für komplette Server eignet sich die Originalverpackung oder ein stabiler, doppelwelliger Karton mit Polsterung auf allen Seiten. Lose Teile wie Schienen oder Blenden verpacken Sie separat, damit sie im Karton nichts beschädigen.

Lieber zu viel Material als zu wenig

Am Füllmaterial zu sparen lohnt sich nicht. Ein einziger Transportschaden kostet mehr als das Polster für viele Pakete. Möchten Sie sich das Verpacken ganz sparen? Beim Verkauf zum Festpreis an uns organisieren wir die Abholung.

Versand ins Ausland

Im Inland reicht es, Rechnung und Lieferschein in den Karton zu legen. Bei Sendungen ins Ausland, vor allem außerhalb der EU, braucht es etwas mehr Vorbereitung.

Papiere außen anbringen

Bringen Sie Rechnung und Lieferschein in einer Dokumententasche außen am Paket an. So kommt der Zoll an die Papiere, ohne das Paket zu öffnen.

Dreifach und mit Ersatzetikett

Legen Sie Rechnung und Lieferschein dreifach bei: für die Ausfuhr, die Einfuhr und den Empfänger. Ein zweites Versandetikett im Paket hilft, wenn das erste unterwegs beschädigt wird.

Zoll und Ausfuhr

Für Ausfuhren aus der EU ist in der Regel eine elektronische Ausfuhranmeldung nötig, wenn der Warenwert 1.000 Euro oder das Gewicht 1.000 Kilogramm übersteigt. Prüfen Sie außerdem die Einfuhrregeln des Ziellandes.

Retouren richtig abwickeln

Privatkunden können Online-Käufe in der Regel 14 Tage lang widerrufen. Kommt eine Retoure zurück, beginnt der Kreislauf für das Gerät von vorn: löschen, testen, reinigen. Diese Punkte haben sich in der Praxis bewährt.

Zügig erstatten

Ist die Retoure da, erstatten Sie den Betrag schnell. Marktplätze wie eBay erwarten eine zügige Rückzahlung. Schaltet der Käufer den Marktplatz ein, schadet das Ihrem Verkäuferkonto, auch bei kleinen Beträgen.

Nachweis der Rücksendung

Eine Sendungsnummer allein ist nach unserer Erfahrung kein sicherer Nachweis, dass ein Käufer etwas zurückgeschickt hat. Entscheidend ist der offizielle Einlieferungsbeleg oder eine unterschriebene Empfangsbestätigung.

Verlust und Schaden

Haben Sie das Rücksendeetikett gestellt, regeln Sie Verlust oder Transportschaden direkt mit Ihrem Versanddienstleister. Kommt ein Paket beschädigt oder leer an, dokumentieren Sie das mit Fotos schon vor dem Öffnen und schalten Sie sofort den Marktplatz ein.

Wertminderung

Fehlen Teile oder wurde das Gerät über das bloße Ausprobieren hinaus benutzt, können Sie bei eBay eine Wertminderung direkt im Rückgabeprozess geltend machen. Sprechen Sie das am besten vorher mit dem Kundenservice ab.

Verkaufen, ohne ein Paket zu packen?

Wir bewerten Ihre Server Komponente für Komponente und nennen Ihnen einen festen Preis. Abholung und Datenlöschung sind inklusive, die Anfrage ist unverbindlich.

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Ankauf gebrauchter Server zum Festpreis für Unternehmen, Behörden und Rechenzentren. Ein Angebot der rbit GmbH, Sohler Weg 50B, 56564 Neuwied.
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